Vor nicht allzu langer Zeit waren Sicherheitskameras notwendigerweise immer verkabelt und mit einem Aufzeichnungsgerät oder Computernetzwerk verbunden. Die nun zur Verfügung stehenden Wi-Fi-Kameras sind eine noch recht neue Entwicklung, auch wenn sie mittlerweile bereits zahlreich angeboten werden. Verdrahtet oder drahtlos, was sind die Vor- und Nachteile dieser beiden Lösungen? Nachfolgend haben wir ein paar Entscheidungshilfen für Euch zusammengetragen!

Was ist ein Videoüberwachungssystem genau?

Ein Überwachungssystem hat immer zwei Komponenten: Eine, die filmt und eine, die aufzeichnet. Beim Aufzeichnen gibt es zwei Methoden: Die Verwendung eines lokalen Speichers oder eines Remote-Speichers. Die Verwendung eines lokalen Speichers ist im Falle einer verkabelten Sicherheitskamera natürlich unerlässlich (entweder über ein analoges Videokabel oder per IP-Ethernet-Verkabelung). Bei einer drahtlosen IP-Kamera kommen überwiegend Webserver zum Einsatz.

Verkabelte Überwachungskameras

Die kabelverbundenen Kameras waren bis Mitte der 2000er Jahre die einzige Lösung zur Hausüberwachung. Hierfür musste jede Kamera einzeln per Videokabel mit einem zentralen Server verbunden werden. Dieser Server war mit einer Festplatte ausgestattet auf der die Bilder und Videos der Kamera gespeichert wurden. Die Aufzeichnungen konnten dann auf einem Monitor gezeigt werden.

Diese Lösung, deren Installation auf den ersten Blick eher Profi-Wissen erfordert, war zu damaliger Zeit in privaten Haushalten die einzige Möglichkeit zur Installation eines Überwachungssystems. Glücklicherweise kamen später über Netzwerkkabel verbundene Kameras auf den Markt, die die Installation um einiges einfacher machten. Ein Ethernet-Kabel ersetzte nun das Videokabel. In Neubauten stand dafür optimalerweise in jedem Raum ein Netzwerkkabel zur Verfügung. Allerdings musste die Kamera weiterhin per Kabel mit dem Server verbunden werden.

Wi-Fi-Kameras

Als die Kameras in der Lage waren, über das Computernetz zu kommunizieren, musste nur noch das Ethernet-Kabel durch eine Wi-Fi-Antenne ersetzt werden – und schon hatte man eine kabellose Lösung für die Überwachung der eigenen vier Wände! Durch diese technologische Entwicklung wurden Sicherheitskameras plötzlich zu einem beliebten Mainstream-Produkt. Zu Anfang musste man allerdings weiterhin – wenn auch kabellos – die Verbindung zwischen Kamera und Server selbst einrichten. Die Revolution ‚Cloud‘ kam erst später…

Drahtlose Überwachungskameras

IP-Kameras mit Wi-Fi-Ausstattung können sich selbstständig übers Internet mit einem Server in der Cloud verbinden. Ein eigener, lokaler Server ist nicht mehr notwendig. Die Aufzeichnungen werden perfekt und sicher auf dem Cloud-Server gespeichert und stehen Euch jederzeit zur Verfügung, wo immer ihr euch auch gerade aufhaltet.

Die Installation ist kinderleicht: Eine Steckdose für die Wi-Fi-Kamera ist ausreichend. Es gibt keine weiteren Voraussetzungen und ihr könnt die Kameras aufstellen wo auch immer es Euch sinnvoll erscheint.

Fazit

Verkabelte Kameras sind auf dem Markt immer noch sehr präsent und preislich oft attraktiv. Meistens müsst ihr für ein Kamera-Kit mit einem Server und vier Kameras weniger investieren, als für vier qualitativ hochwertige Wi-Fi-Kameras. Dennoch, die Wi-Fi-Version könnt ihr – je nach Bedarf – nach und nach kaufen, wohingegen ihr die verkabelten Kamera-Kits komplett erwerben müsst, auch wenn ihr eventuell weniger benötigt.

Wenn die Verkabelung für euch grundsätzlich keine Rolle spielt, bleibt das Thema mit der Datenspeicherung: Ihr müsst entscheiden, ob ihr die Daten lokal oder in der Cloud speichern möchtet. Wenn ihr die Daten lokal auf euerm eigenen Server speichert, können sie von außen schwieriger gehackt werden (sofern Eichbrecher nicht den ganzen Server mitnehmen). In der Cloud ist das Risiko für einen rechtswidrigen Zugriff durch Hacker – nach heutigen Sicherheitsstandards – allerdings auch als sehr gering einzuschätzen. Hinzu kommt, dass die Aufzeichnungen nach einem Einbruch auf jeden Fall noch vorhanden sind und der Polizei bei ihren Ermittlungen helfen können.

 

 

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